Wanderweg Ihlefeld

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Tageswanderung von der Fuchsfarm zum Ihlefeld und zurück

 

Die gesamte Wegstrecke zum Ihlefeld und zurück beträgt je nach gewählter Route etwa 16 - 19 km. Festes Schuhwerk und gute Kondition werden empfohlen, denn der Wanderer muß neben der Wanderstrecke auch noch rund 200 Höhenmeter überwinden. Der Ausgangspunkt der Wanderung ist der Wanderparkplatz Fuchsfarm.


Der kürzere Weg führt entlang der Mülverstedter Chaussee, der alten Handelsstraße, die von Sachsen nach Hessen führte. Wer einen kleinen Umweg machen möchte geht ein Stück auf dem Erlebnispfad Brunstal entlang bis zur Wendeschleife an der Station 5 Brunstal und folgt dann dem, mit einem Wildschwein gekennzeichnetem Saugrabenweg. Alternativ und noch etwas unwegsamer und länger kann auch von Anfang an direkt der Saugrabenweg benutzt werden. Egal, für welche Anfangsstrecke wir uns entscheiden, alle Wege führen zur Wegkreuzung Kammerforst/Ihlefeld.

 

Hier halten wir uns links weiter auf der Mülverstedter Chaussee, dem Weg der ins Ihlefeld führt. Er ist gekennzeichnet mit der Betteleiche. Wir folgen dem Weg etwa 1,5 km bis zum nächsten großen Wegkreuz. Hier biegen wir rechts ab und folgen dem Weg gekennzeichnet mit der Betteleiche und dem Hinweis auf das Ihlefeld. Nach kurzer Wegstrecke über Offenland und Jungwald erreichen wir an dem Wegweiser "Eiserne Hand". Hier mündet die Mülverstedter Chaussee in den Rennstieg. 


Dieser Wegweiser wurde schon 1554 erwähnt. Der Daumen zeigt nach Ihlefeld, der Zeigefinger nach Eisenach, der Mittelfinger nach Gotha, der Ringfinger nach Langensalza und der kleine Finger nach Mühlhausen. Das Original steht heute am Mülverstedter Anger. Dicht neben der Eisernen Hand führt ein Steg über einen Trampelpfad 20 m in den Laubwald zu dem ältesten Steinkreuz im Hainich. Das Ihlefelder Kreuz ist vermutlich zwischen 1400 und 1450 entstanden. Das Steinkreuz wurde vor kurzem restauriert. Auf Ihm erkennen wir die Jagdszene eines Mannes mit einem Bären und einem quer über das Bild verlaufendem Spieß. Geschichtlich weis niemand mehr, was hier passiert ist. Ein Unfall mit einem Bären oder ein Jagdunfall sind denkbar. 


Etwa 50 Meter weiter stehen wir vor der Betteleiche. Die bizarre Gestalt des 800 Jahre alten Baumes, rührt von einer Vertiefung, die Bettelmönche im Mittelalter in den Baum getrieben haben. Wanderer und Reisende legten seinerzeit darin Spenden und Bittzettel für die Mönche ab. Mit den Jahren brach durch Verwitterung des Kernholz heraus und es bildete sich die imposante Form des Baumes.


Unweit von der "Betteleiche" entfernt, befindet sich rechts ein 12 m tiefer Brunnen. Links, weiter den Rennstieg entlang, kommen wir nach ca. 50 m zur Schutzhütte am Ihlefeld. Hier befinden wir uns am Ziel unserer Wanderung auf der Wüstung lhlefeld, einer ehemaligen Siedlung. 1443-1525 bestand hier eine Außenstelle des St. Katharinen - Klosters Eisenach. Die Bettelmönche, die hier lebten, rodeten Teile des Waldgebietes und legten karge Felder an. Auf den Grundmauern des Klostergebäudes wurde später ein Rasthaus und mehrere Forsthäuser gebaut, es entstand eine kleine Siedlung, um 1900 das Gut Miltenberg.1964 wurde das lhlefeld wegen der Errichtung eines militärischen Übungsplatzes abgesiedelt und abgerissen.  


Wer jetzt richtig Hunger hat, der kann sich am Imbiß Ihlefeld stärken. Der mobile Verkaufsstand ist vom 1.April - 31. Oktober Samstag, Sonntag u.Feiertags ab 10.00 Uhrgeöffnet. Die Schutzhütte Forsthaus Mülverstedt bietet ausreichend Sitzplätze zur Rast.

 

Wir dürfen aber nicht vergessen, das uns der selbe Weg zurück noch bevor steht.

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