Kirche St. Martini Mülverstedt

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Der Altar vor 1950 mit den Grabplatten im Fussboden

Die evangelische Kirche St. Martini stammt aus dem Jahr 1703, der Turm wurde bereits 1698 erbaut und gehört eigentlich zur vorherigen Kirche, welche am selben Ort stand. Das Erscheinungsbild der Kirche ist von vielen Umbauten geprägt, die ihr das heutige Aussehen gaben. Schon im Mittelalter hat man hier, bis zum Jahr 1775 die Herren von Mülverstedt in ausgemauerten Grabstätten beigesetzt.Die Gräber wurden mit Grabplatten den so genannten "Leichensteinen" verschlossen. 1949 wurde der Fußboden der Kirche erneuert. Die Grabplatten wurden seither an der Kirchenwand aufgestellt. Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1726. 1819 erfolgte auf der rechten Seite der Einbau einer Empore. Die Empore auf der linken Seite wurde ausschließlich von den Patronatsherren von Mülverstedt zum Gottesdienst genutzt, um mit den "Gemeinen" des Dorfes, nicht in Berührung zu kommen.

 

Die Empore musste 1950 bei der Sanierung der Außenwand der Kirche heraus genommen werden. Beide Emporen wurden seinerzeit hergerichtet und um 2m verlängert.


 Die Sakristei wurde ebenfalls um 1950 renoviert und wieder genutzt. Vorher diente sie als Holzlager für Heizzwecke. Als Sakristei war bis dahin ein aus Holz gefertigter Raum genutzt worden, der sich im Altarraum unter der rechten Empore befand. Dieser wurde 1950 entfernt. Zur selben Zeit wurde der Muschelkalkfußboden verlegt und die Wände frisch verputzt und gestrichen. Auch die Kirchenbänke, stammen aus der selben Zeit.

 

Durch Blitzschlag und morsches Gebälk machte sich 1935 die komplette Sanierung des Turmes notwendig, da Einsturzgefahr bestand. Der Neubau hat bis auf die Stützmauer rechts das alte Aussehen wieder hergestellt. Aus dieser Zeit ist auch der Turmknopf nebst Kreuz. 

Die Turmuhr stammt aus dem Jahre 1889 welche das alte Werk von 1698 ersetzte. Die Orgel aus dem Jahr 1927 und wurde am 17. Oktober feierlich eingeweiht.  Die Glocken der Mülverstedter Kirche wurden 1968 geweiht, da sowohl im 1. als auch im 2. Weltkrieg die Glocken zum Einschmelzen abgeliefert wurden.  

 

In den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erfolgte eine Sanierung der Kirche durch Eigenmittel der Gemeinde. Es wurde das Kirchenschiff neu gedeckt und die Kirche malerisch instand gesetzt. Ab 2001 kümmern sich zwei ABM Kräfte darum, dass in und um die Kirche alles in Ordnung ist.


Seit dem Jahr 2000 hat die Gemeinde keinen eigenen Pfarrer mehr. Dieses Amt hat Frau Renate Fischer aus Schönstedt übernommen. Frau Fischer ist noch für fünf andere Gemeinden zuständig.

Das Kirchenleben der Gemeinde gestaltet sich heute so, dass außer den Gottesdiensten zu kirchlichen Anlässen in 14tägigem Abstand der Frauenkreis und eine Kinderstunde stattfinden.
 
 

Kontakt:

Frau Renate Fischer
Untere Kirchstr. 16
99947 Schönstedt

 

Telefon: (036022) 96556
Fax: (036022) 96556
Kirchenkreis: Mühlhausen

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